Trizonia – Nafpaktos – Mesolongi 22.+23.5.2018

Am Dienstag verliessen wir Trizonia und fuhren nach Nafpaktos wo wir im alten Hafen anlegten. Hier handelt es sich um einen wirklich spektakulären Anlegeplatz, welchen wir aber sicher nicht ein zweites Mal benutzen würden. Bereits beim Anlegen muss man sehr vorsichtig sein, da der Grund im Hafen selber verschmutzt sei mit alten Mooringblöcken, Ketten und Leinen. Also sollte man bereits in der schmalen Einfahrt den Anker setzen, was wir auch gemacht haben. 

RONJA im alten Hafen von Nafpaktos

 

Die Einfahrt resp. Ausfahrt

Schon am Abend und besonders in der Nacht legte der Wind zu, so dass wir uns am nächsten Morgen gar nicht mehr so sicher fühlten in diesem engen Gefängnis. Wir beschlossen, so bald wie möglich Anker auf zu gehen, was nun aber in diesem Fall hiess, dass wir bis zu der engen Einfahrt fahren mussten, bis unser Anker geborgen war. Wir hatten aber Glück und mit dem Anker auf Manöver lief alles rund. Schlussendlich waren wir einfach froh, RONJA ohne Schaden aus diesem winzigen Hafen herausbekommen zu haben.

Die Wetterprognosen sagten 5 – 6 Bft für den Golf von Patras voraus und wir hofften, die Strecke Nafpaktos – Mesalongi endlich einmal unter Segel hinter uns zu bringen. Vor der Rio-Andirrio-Brücke bei Patras hatten wir bereits 26 Ktn Wind und fuhren mit Speed um die 7 Ktn was unser Segelherz erfreute. Bereits auf Höhe Brücke legte der Wind aber zu und wir mussten die Genua reffen. Im Golf von Patras legte dann der Wind nochmals zu bis auf über 40 Ktn in Böenspitzen um die 50 Ktn. Wir refften so viel wie möglich, RONJA surfte mit den Wellen und wir lasen auch hier einen Maximal Speed von 11 Ktn ab. 

2883m lange Hängebrücke (Rio-Andirrio-Brücke oder auch Charilaos-Trikoupis-Brücke)

 

und noch nach dem Kreuzen aus dem Golf von Patras

 

41,1 Ktn Windspeed auf dem Windmessgerät

 

8,5 Ktn Fahrgeschwindigkeit

Die höheren Zahlen kann ich nicht beweisen. Ich hatte genug vom Fotografieren der immer höheren Zahlen.

Wir waren heilfroh, als wir die Lagune von Mesolongi erreichten und das ruhige Wasser vor uns sahen. Nach 4 Stunden Rauschefahrt legten wir an der Mohle vom Hafen an. Das Gute an diesem Erlebnis: Wir waren uns schon immer sicher, dass RONJA mit solchen Verhältnissen umgehen kann! Nun haben wir aber auch die Erfahrung, und wir sind wieder einmal überzeugt von unserem Schiff und dem geschützten Mittelcockpit. Und wir wissen nun auch, dass wir mit 8 Bft Windstärken umgehen können, obwohl, suchen tun wir das nicht.

Fischerboote in der Lagune von Mesalongi

Wer mehr wissen möchte über die Brücke Rio-Andirrio oder die Lagune von Mesalongi findet darüber in Wikipedia interessante Artikel. Damit meine Beiträge nicht allzu lange werden erspare ich mir jeweils ausführlichere Beschreibungen der besuchten Orte.

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1 Antwort

  1. Verena Weiss sagt:

    Hallo miteinander,
    Danke für den spannenden Wind-Bericht. Jeden Buchstaben von deiner Story habe ich verschlungen, wohlwissend, dabei festen Boden unter dem Stuhl zu haben! 😎😀
    Da würde ich postwendend „rückwärts esssen“ und Fische füttern. Kann man sich eigentlich an die Wellen gewöhnen? Oder nimmt frau/mann/hund dann Medikamente?
    Ich staune immer wieder über die wunderschönen Bilder, die du im Blog „verschenkst“! Weiter so!
    Dadurch kann ich die Inselwelt von Griechenland kennen lernen!
    Danke!
    Wie geht es eigentlich Ronja auf der Ronja?

    Ich wünsche euch weiterhin mässig-starken Wind und viel Spass auf „hoher See“!

    Liebe Grüsse aus Turbi.
    Vreni

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