Nisos Nisyros – Nisos Astipalaia

Am letzten Sonntag tat sich endlich ein Wetterfenster auf, um weiter nach Osten zu fahren. Bei Wind aus Nordwest ist das ja nichts angenehmes, wenn der Wind zu stark bläst. Es kam dann aber leider anders als vorhergesagt, 4 Stunden ging es ja noch mit Segel und Motorunterstützung hart (ganz hart) am Wind, aber die letzten 3 Stunden waren dann sehr mühsam mit Böen über 20 Knoten und 2m Wellen kämpften wir uns voran und waren froh um unseren 53 PS starken Motor, welcher die Segel tatkräftig unterstützte. Da wir die Fahrzeit nicht noch unnötig verlängern wollten, kam ein Abfallen und Aufkreuzen für uns nicht in Frage.

Um 15 Uhr kamen wir müde und erschöpft und um eine Erfahrung reicher in Astipalaia an. Wir legten im Hafen römisch-katholisch (Heck voran mit Buganker) an und begrüssten auch hier wieder alte Bekannte aus Symi. Am Montag blies der Meltemi recht stark und der Hafen war voll belegt mit Booten. Wir verbrachten einen sehr netten Nachmittag mit Charly und Angelika sowie Wolfgang und Gaby, letztere bereisen mit ihren Fahrrädern die urtümlichen Inseln Griechenlands für 6 Monate. In der Nacht auf Dienstag blies dann der Wind so stark, dass am nächsten Morgen unser Anker nicht mehr hielt. Vielleicht hat auch eines der am Vorabend Schutz suchenden Segelschiffe an unserem Anker gezupft. Auf jeden Fall waren wir gezwungen, einen Zweitanker auszubringen. Da zwei andere Ankerketten unsere kreuzten, konnten wir den Hauptanker nicht durch hinausfahren neu setzen. Also hat Christian zum ersten Mal mit Hilfe von Charly den Zweitanker mit dem Beiboot ausgefahren und dieser hält nun RONJA zuverlässig an Ort und Stelle. Andere Schiffe, deren Anker hier nicht hält, fendern ihr Heck einfach ab und liegen so direkt an der Mohle. Etwas was wir vorher noch nie gesehen haben.

Sicht auf den Hafen

 

 

Zentrum von Astipalaia auf dem Hügel

 

Schwierig zu möblieren

Astipalaia, der Hauptort der Insel, ist an einen Hügel gebaut und wenn man das schöne Zentrum dieses Ortes zu Fuss besuchen will, muss man ganz schön den Berg hinauf. Schon dreimal sind wir hoch zum Zentrum des Ortes spaziert mit Ronja und wir können uns kaum sattsehen an diesem schönen Ort. Wir waren ja schon einmal während einem unserer Meilentörns kurz hier, aber es ist halt schon etwas anderes, wenn man einige Tage Zeit hat, um alles zu betrachten und gemütlich in der Dorfkneippe zu sitzen und einen Schwatz zu halten.

Morgen wollen wir nach Anafi fahren. Richtung Ost-Südost, wir hoffen auf eine bessere Windrichtung. Mal sehen!

 

 

 

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