Ag Nikolaos – Stadthafen Zakynthos 25.06.2018

In der zweiten Nacht in Ag Nikolaos auf Zakynthos wurde die Lage an der Mohle ungemütlich und das an- und von Bord gehen gefährlich. RONJA schlug und bockte wie ein Rodeopferd das zum ersten Mal geritten wird, sowas haben wir noch gar nie erlebt.

Die Wetterprognosen für die nächsten Tage versprachen auch wieder heftige Gewitter die ein Vorankommen in den Süden verhindern. Also beschlossen wir, in den hoffentlich besser geschützten 12 Meilen entfernten Stadthafen zu fahren. Vor dem Ablegen geriet dann tatsächlich Christians Bein zwischen Gangway und Mohlenwand und wir dachten schon es wird abgedrückt. Gottseidank konnte er es beim nächsten Hüpfer herausziehen und es blieb bei einer Muskelquetschung. 

Zakynthos

Im Stadthafen angekommen mussten wir leider mit einem nicht so gut gegen Aussen geschützten Platz Vorlieb nehmen. Den letzten sehr gut geschützten Platz an der Innenmole erhielten unsere Nachbarn mit Kleinkind welchen wir von unserem Plan erzählten und die dann auch hierhin fuhren. Gut für sie!

RONJA im Stadthafen von Zakynthos

Und hier haben wir nun also letzte Nacht das bisher heftigste jemals erlebte Gewitter auf See abgewettert. Über uns blitzte und donnerte es, die See schlug Wellen, von ihren Mannschaften zum auswärts Essen verlassene Boote schlugen mit dem Heck an die Mohlenwand, weil ihre Anker nicht hielten. Unserer hat bis jetzt gehalten, aber das Schiff unserer Nachbarn haben wir abgefendert am Heck und damit grössere Schäden verhindert. Klitschnass standen wir danach im Cockpit und bangten Stundenlang um den Halt unseres Ankers. Verrückt, das Wetter welches wir hier seit diesem Monat immer wieder erleben. Hoffentlich wird es nicht noch schlimmer.

Unsere Nachbarn heute

Nachdem sie den Anker neu gesetzt hatten haben Sie gleich eine grosse Distanz zum Ufer eingehalten. Dafür mussten sie zum Landgang mit dem Beiboot übersetzen.

Als wir auf unser Schiff zogen, haben wir gewusst, dass wir unsere Komfortzone verlassen. Schluss mit Beine hochlagern und TV schauen. Aber letzte Nacht hätte ich gerne feste Mauern um mich herum gehabt.

Ach ja, unsere Griechenlandflagge hat es irgendwann letzte Nacht abgerissen und sie ist davon geflogen. Irgendwie bezeichnend! Sonst ist bis jetzt nichts kaputt gegangen.

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